Die Bündelrechnung, die tatsächlich zählt
Ein Bündel ist genau dann günstiger, wenn die Summe der einzeln benötigten Bestandteile über dem Bündelpreis liegt. "Benötigt" ist dabei das entscheidende Wort: Bestandteile, die man ohne das Bündel nicht abonniert hätte, gehören nicht in die Rechnung.
Die Rechnung mit allen enthaltenen Leistungen kommt fast immer zum Ergebnis, dass das Bündel spart. Die Rechnung mit den tatsächlich genutzten Leistungen kommt häufig zum Gegenteil.
Die Doppelung, die durch Bündel entsteht
Sie folgt einem festen Muster:
- Ein Dienst wird einzeln abonniert.
- Später kommt ein Bündel dazu — meist wegen eines anderen Bestandteils, häufig Cloud-Speicher.
- Das Bündel enthält den bereits abonnierten Dienst.
- Das Einzelabo läuft weiter.
Beide Beträge können über dasselbe Plattformkonto laufen und erscheinen dann auf dem Kontoauszug als eine Buchung. Von aussen ist die Doppelung unsichtbar; sie steht nur in den Abo-Einstellungen der Plattform.
Nach jedem Bündelabschluss gehört deshalb die eigene Abo-Liste gegen die Leistungsübersicht des Bündels geprüft. Das ist die einzige Gelegenheit, an der die Doppelung entsteht — und der einzige Moment, an dem sie leicht zu vermeiden ist.
Abo-Boxen: eine andere Logik
Lieferabos für Waren folgen nicht der Bündellogik, sondern haben eigene Besonderheiten:
- ·Lieferintervalle lassen sich häufig anpassen oder aussetzen. Das ist der praktikablere Hebel als die Kündigung, wenn sich Vorräte angesammelt haben.
- ·Bindungen sind bei Einstiegsangeboten verbreitet: Die erste Box ist günstig, die Folgeboxen zum regulären Preis, teilweise mit Mindestabnahme.
- ·Widerrufsrecht gilt bei Fernabsatzverträgen in Deutschland und Österreich, wobei bei schnell verderblichen Waren Ausnahmen bestehen.
Die einfache Regel für Bündel
Ein Bündel lohnt sich, wenn man die enthaltenen Dienste schon vorher einzeln bezahlt hat. Es lohnt sich nicht, wenn man sie erst durch das Bündel bekommt — dann hat man nicht gespart, sondern mehr abonniert.