Der Anbietervergleich ist hier der kleinere Hebel
Die Einzelabos der grossen Musikdienste liegen preislich dicht beieinander. Wer nach Preis entscheidet, spart über ein Jahr einen Betrag, der kaum ins Gewicht fällt.
Der relevante Unterschied liegt im Tarifmodell: Familientarife decken typischerweise vier bis sechs Konten ab und kosten weniger als zwei Einzelabos. Die rechnerische Schwelle liegt damit bereits bei zwei Personen im Haushalt — nicht erst bei vier.
Warum Haushalte trotzdem mehrfach zahlen
Musik-Abos entstehen individuell und zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Sie laufen über getrennte Konten und erscheinen auf getrennten Abrechnungen. Es gibt keinen Moment, in dem beide Beträge nebeneinander stehen — also auch keinen Anlass, die Doppelung zu bemerken.
Die zweite Doppelung: Musik in Bündeln
Ökosystem-Bündel enthalten in ihren höheren Stufen einen Musikdienst. Wer diesen vorher einzeln abonniert hatte und später aus anderen Gründen — meist wegen Cloud-Speicher — auf ein Bündel wechselt, zahlt weiter beides. Beide Beträge laufen über dasselbe Plattformkonto und erscheinen als ein Sammelposten.
Der Wechsel: die Bibliothek ist das Hindernis
Playlists und gespeicherte Alben wandern nicht automatisch mit. Es gibt Drittdienste dafür, aber der Transfer ist eine bewusste Handlung, die aufgeschoben wird. In dieser Phase laufen regelmässig beide Abos.
Die Lösung ist eine Reihenfolge, nicht ein Werkzeug: Neues Abo abschliessen, am selben Tag das alte kündigen — es bleibt bis Periodenende nutzbar —, dann übertragen, solange beide Zugänge aktiv sind.