GitHub Copilot vs. ChatGPT Plus: Doppelabo vermeiden
Copilot arbeitet im Editor, ChatGPT Plus im Browser. Für viele Entwickler laufen beide parallel, ohne dass die Überschneidung je geprüft wurde. Der Kostenhebel liegt genau dort — und bei der Frage, ob die Abos privat oder über die Firma laufen.
Vergleich auf Basis öffentlicher Anbieterangaben. Verantwortlich für den Inhalt ist Leutrim Miftaraj, Innopulse Consulting GmbH, Zug. Wie wir recherchieren und korrigieren
Unsere Empfehlung
Unentschieden
Unterschiedliche Einsatzorte — die relevante Frage ist die Überschneidung, nicht der Sieger.
Detaillierter Vergleich
| Kriterium | GitHub Copilot | ChatGPT Plus |
|---|---|---|
| Einsatzort | IDE / Editor | Browser, App |
| Abrechnungswährung | US-Dollar | US-Dollar |
| Jahresabo verfügbar | Ja | Nein |
| Kostenlos für Studierende | Über Verifizierung möglich | Nein |
| Geschäftlich absetzbar | Bei beruflicher Nutzung | Bei beruflicher Nutzung |
| Kündigung | Im Konto, zum Periodenende | Im Konto, zum Periodenende |
Zwei Abos, ein Anwendungsfall
Die Frage "Copilot oder ChatGPT" wird meist als Werkzeugfrage gestellt und selten als Kostenfrage. Dabei ist sie beides. Wer beruflich programmiert, hat häufig beide Abos — eines für die Code-Vervollständigung im Editor, eines für Recherche und längere Erklärungen im Browser. Das kann sinnvoll sein. Es ist nur selten eine bewusste Entscheidung gewesen.
Der Punkt, an dem sich der Vergleich lohnt
Drei Konstellationen sprechen für eine Überprüfung:
Copilot bietet ein Jahresabo, ChatGPT Plus nicht. Wer Copilot dauerhaft nutzt, zahlt beim Jahresabo weniger — allerdings mit dem üblichen Nachteil: Ein einmal im Jahr abgebuchter Betrag ist in der Kostenübersicht praktisch unsichtbar und wird bei der Kündigungsentscheidung regelmässig vergessen.
Für Studierende und Lehrende gibt es bei Copilot einen verifizierten kostenlosen Zugang. Die Verifizierung läuft über den Bildungsstatus und muss periodisch erneuert werden. Wer sie verpasst, rutscht in ein zahlungspflichtiges Abo, ohne es zu bemerken.
Beide Abos rechnen in US-Dollar ab. Damit gelten dieselben Effekte wie bei jedem Fremdwährungsabo: schwankender Betrag, Kartengebühr im Kurs versteckt, englischer Buchungstext.
Privat oder über die Firma?
Bei Freelancern und Selbstständigen ist die wichtigere Frage nicht, welches Abo bleibt, sondern über welches Konto es läuft. Ein beruflich genutztes Werkzeug, das über die private Karte abgebucht wird, taucht in keiner Buchhaltung auf — die Ausgabe ist real, die steuerliche Berücksichtigung fällt weg.
Umgekehrt gilt: Läuft ein Abo über die Firmenkarte, aber ausschliesslich privat, entsteht ein Korrekturbedarf, der bei der Jahresabrechnung Zeit kostet.
Praktische Empfehlung zur Erfassung
Beide Abos gehören mit Originalwährung, Verlängerungsdatum und Zahlungsmittel erfasst. Bei Copilot zusätzlich: das Ablaufdatum der Bildungsverifizierung, falls genutzt. Das ist der einzige Termin in dieser Konstellation, an dem aus kostenlos unbemerkt kostenpflichtig wird.
Häufige Fragen
Brauche ich beide Abos gleichzeitig?
Das hängt vom Arbeitsablauf ab. Copilot arbeitet im Editor, ChatGPT Plus im Browser — die Überschneidung ist real, aber nicht vollständig. Sinnvoll ist, ein Abo für einen Abrechnungszeitraum pausieren zu lassen und zu prüfen, ob es tatsächlich fehlt.
Ist GitHub Copilot für Studierende kostenlos?
Für verifizierte Studierende und Lehrende gibt es einen kostenlosen Zugang. Die Verifizierung läuft über den Bildungsstatus und muss periodisch erneuert werden. Läuft sie ab, ohne dass erneuert wird, wechselt der Zugang in ein zahlungspflichtiges Abo.
Kann ich die Abos steuerlich geltend machen?
Bei beruflicher Nutzung sind Software-Abonnements in der Regel als Betriebsausgabe oder Berufsauslage berücksichtigungsfähig. Die konkrete Behandlung hängt vom Land und von der Rechtsform ab — das ist eine Frage an die Steuerberatung, nicht an einen Abo-Manager.
Lohnt sich das Jahresabo bei Copilot?
Rechnerisch bei durchgehender Nutzung über zwölf Monate. Der Nachteil ist die Sichtbarkeit: Ein Jahresbetrag erscheint einmal auf dem Kontoauszug und fehlt danach elf Monate lang in jeder Kostenwahrnehmung. Deshalb gehört das Verlängerungsdatum als Termin erfasst.
Alle Abos im Blick behalten
Mit AboTracker siehst du auf einen Blick, welche Abonnements du aktiv hast — und wann du kündigen musst.
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