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Grundlagen

Werbetarif vs. werbefrei: Lohnt sich der Aufpreis?

Werbefinanzierte Tarife kosten oft weniger als die Hälfte. Der Aufpreis für Werbefreiheit ist rechnerisch dann gerechtfertigt, wenn viel geschaut wird — bei gelegentlicher Nutzung zahlt man ihn für wenige Werbeminuten im Monat.

Von AboTracker RedaktionZuletzt geprüft am

Vergleich auf Basis öffentlicher Anbieterangaben. Verantwortlich für den Inhalt ist Leutrim Miftaraj, Innopulse Consulting GmbH, Zug. Wie wir recherchieren und korrigieren

Unsere Empfehlung

Unentschieden

Der Werbetarif bei gelegentlicher Nutzung, der werbefreie bei täglichem Gebrauch — der Aufpreis rechnet sich über die Nutzungsstunden.

Detaillierter Vergleich

KriteriumTarif mit WerbungWerbefreier Tarif
Preis
Deutlich niedriger
Höher
Werbeunterbrechungen
Ja
Nein
Download für offline
Häufig eingeschränkt
Meist enthalten
Bildqualität
Teils begrenzt
Volle Stufe
Anzahl paralleler Streams
Teils begrenzt
Höher
Katalogumfang
Einzelne Titel können fehlen
Vollständig

Der Aufpreis lässt sich auf Stunden umrechnen

Die Frage "mit oder ohne Werbung" wird meist als Geschmacksfrage behandelt. Sie ist aber rechenbar, und die Rechnung fällt je nach Nutzung sehr unterschiedlich aus.

Der Aufpreis für Werbefreiheit ist ein fester Monatsbetrag. Die Gegenleistung sind eingesparte Werbeminuten, deren Zahl direkt von den geschauten Stunden abhängt. Bei zwanzig Stunden im Monat verteilt sich der Aufpreis auf viele Werbeblöcke — der Betrag pro eingesparter Minute ist niedrig. Bei drei Stunden im Monat zahlt man denselben Aufpreis für sehr wenige Unterbrechungen.

Wer selten schaut, zahlt für Werbefreiheit also überproportional.

Was in Werbetarifen sonst noch fehlt

Der Preisunterschied wird nicht nur durch Werbung finanziert. Werbefinanzierte Stufen sind bei vielen Anbietern zusätzlich eingeschränkt:

  • ·Downloads für die Offline-Nutzung fehlen oder sind begrenzt. Relevant für Pendler, Reisende und alle mit unzuverlässiger Verbindung.
  • ·Bildqualität ist teilweise auf eine niedrigere Stufe begrenzt. Auf einem grossen Fernseher sichtbar, auf dem Telefon meist nicht.
  • ·Parallele Streams sind reduziert. Im Mehrpersonenhaushalt ein praktisches Problem, kein theoretisches.
  • ·Einzelne Titel sind aus Lizenzgründen in werbefinanzierten Stufen nicht enthalten.

Diese Punkte stehen in den Tarifübersichten, werden beim Vergleich aber selten mitgelesen. Wer wegen eines fehlenden Titels doch aufstockt, hat den Wechsel umsonst gemacht.

Die Konstellation, in der der Werbetarif klar gewinnt

Ein Zweitdienst, der neben einem Hauptabo läuft und nur für einzelne Serien genutzt wird, ist der klassische Fall für den Werbetarif. Die Nutzung ist gering, die Einschränkungen fallen kaum auf, der Preisunterschied ist voll wirksam.

Dasselbe gilt für Dienste, die man ohnehin kündigen wollte und die man noch ein paar Monate mitlaufen lässt.

Die Konstellation, in der er nicht gewinnt

Ein Hauptdienst in einem Haushalt mit mehreren Personen, der täglich läuft und auf dem Fernseher genutzt wird. Hier greifen alle Einschränkungen gleichzeitig, und die eingesparten Werbeminuten summieren sich auf ein Mass, bei dem der Aufpreis niedrig wird.

Der Wechsel ist reversibel — und das ist der Punkt

Zwischen den Stufen eines Anbieters lässt sich in der Regel jederzeit wechseln, meist mit Wirkung zum nächsten Abrechnungszeitraum. Das macht die Entscheidung kostenlos revidierbar: Einen Monat im Werbetarif zu testen kostet nichts ausser der Differenz.

Diese Möglichkeit wird selten genutzt, weil der Tarifwechsel in den Kontoeinstellungen nicht prominent platziert ist und niemand ohne Anlass danach sucht.

Häufige Fragen

Wie viel spare ich mit einem Werbetarif?

Bei vielen Anbietern liegt der werbefinanzierte Tarif deutlich unter dem werbefreien, teilweise unter der Hälfte. Der konkrete Unterschied hängt vom Anbieter und von der Stufe ab und ist in der Tarifübersicht des jeweiligen Dienstes einsehbar.

Was fehlt in werbefinanzierten Tarifen ausser der Werbefreiheit?

Je nach Anbieter Downloads für die Offline-Nutzung, eine höhere Bildqualität, mehrere parallele Streams und vereinzelt Titel, die aus Lizenzgründen nicht enthalten sind. Diese Einschränkungen sind oft relevanter als die Werbung selbst.

Kann ich zwischen den Stufen wechseln?

Bei den meisten Anbietern jederzeit, mit Wirkung zum nächsten Abrechnungszeitraum. Damit lässt sich ein Werbetarif für einen Monat testen und bei Bedarf wieder verlassen — die Entscheidung ist also kostenlos revidierbar.

Für welche Abos lohnt sich der Werbetarif am ehesten?

Für Zweit- und Drittdienste mit geringer Nutzung. Dort fallen die Einschränkungen kaum ins Gewicht, während der Preisunterschied voll wirksam wird. Bei einem täglich genutzten Hauptdienst kehrt sich das Verhältnis um.

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