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Verwaltung

Welche Apps helfen beim Kündigen und Verwalten von Abos?

Kurz beantwortet

Es gibt drei Kategorien: Abo-Übersichten wie AboTracker, die Verträge und Fristen erfassen und vor der Verlängerung erinnern; Kündigungsdienste, die eine Kündigung gegen Gebühr versenden; und Banking-Apps, die wiederkehrende Belastungen im Konto erkennen. Die Kategorien lösen unterschiedliche Probleme — Übersicht, Versand, Entdeckung — und schliessen sich nicht aus.

Von AboTracker RedaktionZuletzt geprüft am

Rechtsangaben mit Fundstelle, nach Land getrennt. Verantwortlich für den Inhalt ist Leutrim Miftaraj, Innopulse Consulting GmbH, Zug. Wie wir recherchieren und korrigieren

Drei Kategorien, drei verschiedene Probleme

1. Abo-Übersichten. Sie erfassen laufende Abonnements manuell oder halbautomatisch, berechnen die Jahreskosten und erinnern vor der nächsten Verlängerung. Das gelöste Problem ist: *Ich weiss nicht, was ich zahle und wann was ausläuft.* AboTracker gehört in diese Kategorie, ebenso internationale Anbieter wie Rocket Money oder Bobby.

2. Kündigungsdienste. Sie formulieren und versenden eine Kündigung gegen Gebühr, teils mit Einschreiben. Das gelöste Problem ist: *Ich weiss nicht, wie und wohin ich kündige.* In der Schweiz und Deutschland gibt es mehrere solcher Anbieter. Zu bedenken: Die Kündigung selbst kostet beim Anbieter nichts.

3. Kontobasierte Erkennung. Banking-Apps und Multibanking-Dienste erkennen wiederkehrende Lastschriften und Kartenbelastungen. Das gelöste Problem ist: *Ich weiss gar nicht, welche Abos ich habe.* Der Preis dafür ist ein Zugriff auf Kontodaten.

Worin sich die Kategorien real unterscheiden

Abo-ÜbersichtKündigungsdienstKontoerkennung
Findet unbekannte Abosneinneinja
Erinnert vor Verlängerungjaneinteilweise
Versendet die Kündigungneinjanein
Braucht Bankzugriffneinneinja
Laufende Kostenoft Freemiumpro Kündigungoft im Konto enthalten

Was bei der Auswahl zählt

Datenzugriff. Eine App, die Ihr Konto liest, sieht mehr als Ihre Abos. Prüfen Sie, ob das nötig ist. Eine reine Übersicht kommt ohne Bankzugriff aus.

Standort und Recht. Bei einem Anbieter mit Sitz in der EU oder der Schweiz gelten DSGVO beziehungsweise das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz. Bei Anbietern ausserhalb ist die Rechtslage komplizierter.

Währung und Region. Viele internationale Apps rechnen nur in USD oder EUR und kennen keine Schweizer Anbieter, keine CHF-Preise und keine Schweizer Kündigungsfristen. Für DACH-Haushalte mit Swisscom-, Sunrise- oder Krankenkassenverträgen ist das eine echte Einschränkung.

Export. Eine App, aus der sich die eigenen Daten nicht exportieren lassen, ist selbst ein Bindungsverhältnis.

Ehrliche Einordnung

Keine App kündigt für Sie, ohne dass Sie es auslösen. Und keine App kann eine Frist verlängern, die im Vertrag steht. Der reale Nutzen liegt darin, dass Fristen sichtbar werden, bevor sie ablaufen — und dass die Jahressumme aller Abos einmal an einem Ort steht. Die meisten Menschen unterschätzen diese Summe deutlich, weil sie in monatlichen Einzelbeträgen denkt.

Diese Seite nennt Gesetzesstellen, damit Sie sie nachschlagen können. Sie ersetzt keine Rechtsberatung — die Beurteilung eines Einzelfalls hängt vom konkreten Vertrag und vom anwendbaren Recht ab.

Vom Lesen zum Überblick

Der schnellste Weg, das hier Gelesene anzuwenden: alle Abos an einem Ort erfassen und die Jahressumme sehen. Zwei Minuten, kostenlos, keine Bankverbindung nötig.

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