Die drei Rollen
Bei jedem gemeinsam genutzten Abo gibt es drei Rollen, die verschiedene Personen einnehmen können:
- Vertragspartner — steht im Vertrag, haftet, kann kündigen
- Zahler — von dessen Konto oder Karte abgebucht wird
- Nutzer — wer den Dienst tatsächlich verwendet
Solange alle drei zusammenfallen, ist alles einfach. In Haushalten fallen sie regelmässig auseinander, und das fällt erst auf, wenn jemand auszieht.
Was daraus entsteht
Der Zahler kann nicht kündigen. Nur der Vertragspartner kann das. Wer bezahlt hat, kann lediglich das Zahlungsmittel entfernen — der Vertrag bleibt bestehen, und die Forderung geht an den Vertragspartner.
Der Nutzer verliert den Zugang ohne Vorwarnung. Wenn der Vertragspartner kündigt, endet die Nutzung für alle Mitnutzenden.
Bei Auszug bleibt die Haftung. In einer WG haftet gegenüber dem Anbieter allein, wer unterschrieben hat — auch wenn andere ausgezogen sind, ohne ihren Anteil zu zahlen.
Die Liste, die das löst
Eine gemeinsame Übersicht mit vier Spalten pro Abo: Anbieter, Vertragspartner, Zahlungsmittel, Nutzende. Dazu Betrag und Intervall.
Das klingt nach Bürokratie und ist eine halbe Stunde Arbeit. Der Nutzen zeigt sich bei jedem Auszug, jeder Trennung und jedem Kartenwechsel.
Wo Familientarife tatsächlich sparen
Bei Musik, Streaming, Cloud-Speicher und teilweise Software. Ein Family-Tarif für bis zu sechs Personen kostet in aller Regel deutlich weniger als zwei Einzelabos — die Ersparnis wächst mit jeder weiteren Person.
Zwei Einschränkungen: Die meisten Familientarife setzen einen gemeinsamen Haushalt voraus und prüfen das teilweise aktiv. Und der Vertragspartner ist dann eine Person, was die Rollentrennung oben wieder relevant macht.
Der jährliche Durchgang
Einmal im Jahr alle Abos durchgehen und zwei Fragen stellen: Nutzt diese Person das noch? Und: Gibt es einen Familientarif, der mehrere Einzelabos ersetzt? Der zweite Punkt ist in Haushalten fast immer der grössere Hebel.