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Verwaltung

Kann ich ein Abo auf eine andere Person übertragen?

Kurz beantwortet

Bei Telekommunikations-, Fitness- und Versorgungsverträgen in der Regel ja — die Anbieter haben dafür einen eigenen Prozess und beide Parteien müssen zustimmen. Bei digitalen Abos wie Streaming und Software meist nein, weil sie an ein persönliches Konto gebunden sind. Eine Übertragung ist oft günstiger als eine Kündigung mit Restgebühren.

Von AboTracker RedaktionZuletzt geprüft am

Rechtsangaben mit Fundstelle, nach Land getrennt. Verantwortlich für den Inhalt ist Leutrim Miftaraj, Innopulse Consulting GmbH, Zug. Wie wir recherchieren und korrigieren

Wo eine Übernahme möglich ist

Telekommunikation. Alle grossen Anbieter in der DACH-Region bieten eine Vertragsübernahme an. Sie ist besonders sinnvoll, wenn eine Rufnummer erhalten bleiben soll oder wenn der Vertrag Teil eines Familienrabatts ist.

Fitness. Bei vielen Studios möglich, teils gegen eine Bearbeitungsgebühr. Bei laufender Jahresbindung ist es fast immer die günstigere Alternative zur Kündigung.

Versorgung und Internet am Standort. Bei einem Wohnungswechsel oder einer Untervermietung ist die Übernahme durch die nachfolgende Person der einfachste Weg.

Wo es in der Regel nicht geht

Streaming, Musik, Software und KI-Werkzeuge sind an ein persönliches Konto gebunden. Eine Übertragung ist meist ausgeschlossen; das Weitergeben von Zugangsdaten verstösst gegen die Nutzungsbedingungen und kann zur Sperrung führen.

Die Alternative ist hier ein Familien- oder Team-Tarif, sofern der Anbieter einen anbietet.

Der Ablauf

  1. Beim Anbieter nach dem Prozess für Vertragsübernahme fragen — er unterscheidet sich vom Kündigungsprozess.
  2. Beide Parteien müssen zustimmen. Die übernehmende Person durchläuft in der Regel eine Bonitätsprüfung.
  3. Offene Forderungen und Geräteraten klären. Sie gehen nicht automatisch mit über.
  4. Stichtag festlegen und schriftlich bestätigen lassen.
  5. Zahlungsmittel umstellen. Ohne diesen Schritt läuft die Belastung bei der abgebenden Person weiter.

Warum sich das lohnt

Bei einem Schweizer Telekomvertrag mit laufender Mindestvertragsdauer kostet eine vorzeitige Kündigung die restlichen Grundgebühren plus einen offenen Geräteplan in einer Summe. Bei 14 Monaten Restlaufzeit ist das ein dreistelliger bis vierstelliger Betrag.

Eine Übernahme kostet in der Regel nichts oder eine geringe Bearbeitungsgebühr. Der Unterschied ist erheblich, und die Möglichkeit wird selten geprüft, weil Kündigung der naheliegendere Gedanke ist.

In WGs und nach Trennungen

Hier ist die Übernahme oft die eleganteste Lösung: Der Vertrag bleibt bestehen, wechselt aber den Vertragspartner. Das erspart Kündigungsfristen, Restgebühren und Neuanschlussgebühren zugleich.

Diese Seite nennt Gesetzesstellen, damit Sie sie nachschlagen können. Sie ersetzt keine Rechtsberatung — die Beurteilung eines Einzelfalls hängt vom konkreten Vertrag und vom anwendbaren Recht ab.

Vom Lesen zum Überblick

Der schnellste Weg, das hier Gelesene anzuwenden: alle Abos an einem Ort erfassen und die Jahressumme sehen. Zwei Minuten, kostenlos, keine Bankverbindung nötig.

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