Die einfache Rechnung
Jahresabos liegen typischerweise ein bis zwei Monatsbeiträge unter der Summe von zwölf einzelnen Monaten. Der Break-even liegt entsprechend bei etwa zehn bis elf Monaten Nutzung.
Diese Rechnung ist unstrittig — und unvollständig.
Die Rechnung, die selten gemacht wird
Was kostet das Jahresabo, wenn Sie den Dienst nach vier Monaten nicht mehr nutzen?
Bei einem Monatsabo endet die Zahlung mit der Kündigung. Bei einem Jahresabo ist der Betrag gebunden — eine anteilige Rückerstattung ist bei den meisten Anbietern nicht vorgesehen.
Der Rabatt beträgt zwei Monatsbeiträge. Die Differenz in diesem Fall ist grösser.
Der Faktor, der in keiner Formel steht
Ein Jahresabo erscheint elf von zwölf Monaten auf keiner Abrechnung.
Bei einem Monatsabo treffen Sie zwölfmal im Jahr die implizite Entscheidung weiterzuzahlen. Bei einem Jahresabo einmal — an einem Tag, den Sie nicht im Kalender haben.
Das ist der Grund, warum Jahresabos in Kostenübersichten systematisch fehlen und länger laufen als beabsichtigt.
Die Entscheidungsregel
Jahresabo, wenn die Entscheidung feststeht:
- ·beruflich täglich genutzte Werkzeuge
- ·Cloud-Speicher mit gewachsenem Datenbestand
- ·Dienste, die bereits mehrere Jahre durchlaufen
Monatsabo, wenn sie offen ist:
- ·alles, was ausprobiert wird
- ·Lern- und Weiterbildungsplattformen, wo die Nutzung am schnellsten nachlässt
- ·Streaming, das für eine bestimmte Serie oder Saison abgeschlossen wurde
Ein Jahresabo als Testzugang ist die teuerste Form des Ausprobierens.
Der Mittelweg
Erst monatlich starten, nach zwei bis drei Monaten stabiler Nutzung auf jährlich wechseln. Der Rabatt entgeht für wenige Monate, das Risiko entfällt vollständig. Die meisten Anbieter erlauben diesen Wechsel jederzeit.
Wenn Sie sich für das Jahresabo entscheiden
Halten Sie das Verlängerungsdatum schriftlich fest. Es ist der einzige Zeitpunkt im Jahr, an dem die Entscheidung ohne Verlust revidierbar ist — und der einzige, an dem das Abo überhaupt sichtbar wird.