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Kosten

Bekomme ich bei einer Kündigung anteilig Geld zurück?

Kurz beantwortet

In der Regel nicht. Die Kündigung wirkt zum Ende der bereits bezahlten Periode, der Betrag bleibt geschuldet. Anteilige Erstattungen sind üblich bei vorausbezahlten Printabos und im Todesfall, bei digitalen Abos dagegen selten — dort bleibt der Zugang stattdessen bis Periodenende bestehen.

Von AboTracker RedaktionZuletzt geprüft am

Rechtsangaben mit Fundstelle, nach Land getrennt. Verantwortlich für den Inhalt ist Leutrim Miftaraj, Innopulse Consulting GmbH, Zug. Wie wir recherchieren und korrigieren

Die Regel

Eine ordentliche Kündigung beendet den Vertrag zum nächstmöglichen Termin — nicht sofort. Für den bereits bezahlten Zeitraum bleibt der Betrag geschuldet, und der Zugang bleibt in aller Regel bis dahin bestehen.

Das ist keine Kulanzverweigerung, sondern die Konsequenz daraus, dass die Leistung für diesen Zeitraum weiterhin erbracht wird.

Wo Erstattungen üblich sind

Vorausbezahlte Printabos. Bei Zeitungen und Zeitschriften mit Jahresvorauszahlung ist eine anteilige Erstattung verbreitet, aber nicht überall vorgesehen. Fragen Sie ausdrücklich danach.

Todesfall. Viele Anbieter beenden den Vertrag zum Todestag und erstatten anteilig. Ein durchgehender Anspruch besteht nicht, die Bitte lohnt sich.

Fehlerhafte Abbuchungen. Wenn ein Betrag nach dem Vertragsende eingezogen wurde, ist das keine Erstattungsfrage, sondern eine unberechtigte Zahlung.

Wo Erstattungen unüblich sind

Digitale Jahresabos. Der Betrag ist mit der Abbuchung faktisch gebunden. Deshalb ist die Entscheidung zwischen Jahres- und Monatsabo vor dem Abschluss die relevantere — nicht die Frage nach Erstattung danach.

Streaming und Software mit monatlicher Zahlung. Hier stellt sich die Frage kaum, weil der Restzeitraum kurz ist.

Der Unterschied zum Widerruf

Ein Widerruf hebt den Vertrag von Anfang an auf; bereits gezahlte Beträge sind zurückzugewähren. Das ist etwas anderes als eine Kündigung — und der Grund, warum die Frist von vierzehn Tagen ab Vertragsschluss so wertvoll ist.

Wer innerhalb dieser Frist merkt, dass der Dienst nicht passt, sollte widerrufen, nicht kündigen. In der Schweiz besteht für online geschlossene Verträge allerdings kein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht.

Was Sie stattdessen tun sollten

Den Restzeitraum nutzen. Nach der Kündigung bleibt der Zugang bis Periodenende bestehen. Exportieren Sie Daten, laden Sie Inhalte herunter, sichern Sie Rechnungen.

Sofort kündigen statt zu warten. Weil der Zugang ohnehin erhalten bleibt, gibt es keinen Grund, mit der Kündigung bis kurz vor Periodenende zu warten — dort geht sie zuverlässig vergessen.

Wenn Sie es trotzdem versuchen

Fragen kostet nichts. Bei längeren Restlaufzeiten und einem nachvollziehbaren Grund — Umzug, gesundheitliche Gründe, Doppelabo — gewähren viele Anbieter eine Kulanzerstattung. Formulieren Sie die Bitte konkret und mit Begründung, statt allgemein nach einer Rückzahlung zu fragen.

Diese Seite nennt Gesetzesstellen, damit Sie sie nachschlagen können. Sie ersetzt keine Rechtsberatung — die Beurteilung eines Einzelfalls hängt vom konkreten Vertrag und vom anwendbaren Recht ab.

Die Zahl nicht wieder vergessen

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