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Verwaltung

Wie oft sollte ich meine Abos prüfen?

Kurz beantwortet

Eine vollständige Durchsicht einmal jährlich genügt, wenn sie zwölf Monate abdeckt — sonst fehlen die Jahresabos. Wichtiger als die Häufigkeit sind zwei anlassbezogene Prüfungen: bei jeder Erneuerung einer Zahlungskarte und bei jeder Mitteilung über eine Preisänderung.

Von AboTracker RedaktionZuletzt geprüft am

Rechtsangaben mit Fundstelle, nach Land getrennt. Verantwortlich für den Inhalt ist Leutrim Miftaraj, Innopulse Consulting GmbH, Zug. Wie wir recherchieren und korrigieren

Warum ein monatlicher Rhythmus nicht hilft

Eine monatliche Durchsicht klingt gründlicher und ist es nicht. Sie deckt immer denselben Ausschnitt ab: die Abos, die in diesem Monat abgebucht wurden. Jahresabos erscheinen in elf von zwölf Durchsichten überhaupt nicht.

Wer monatlich prüft, gewinnt vor allem das Gefühl, es im Griff zu haben — bei gleichbleibendem blinden Fleck.

Die jährliche Durchsicht: was sie abdecken muss

Zwölf Monate Kontoauszüge, nicht drei. Das ist der einzige Zeitraum, in dem jedes Jahresabo mindestens einmal auftaucht.

Dazu die Abo-Listen von Apple, Google und PayPal, die unabhängig vom Zeitraum den aktuellen Stand zeigen.

Ein sinnvoller Termin dafür ist der Jahreswechsel oder der Zeitpunkt, an dem ohnehin Unterlagen für die Steuererklärung zusammengesucht werden — dann liegen die Kontoauszüge bereits vor.

Die zwei Anlässe, die wichtiger sind

Kartenerneuerung. Wenn eine Karte abläuft, scheitern alle daran hängenden Abbuchungen. Die Anbieter melden sich und bitten um Aktualisierung. Das ist die einzige Situation, in der vergessene Abos sich von selbst zu erkennen geben.

Nutzen Sie das: Aktualisieren Sie die Daten nicht reflexhaft überall, sondern entscheiden Sie pro Abo. Wer nichts tut, hat gekündigt — faktisch, wenn auch nicht rechtlich. Die formelle Kündigung sollte trotzdem erfolgen, damit keine offene Forderung entsteht.

Mitteilung über eine Preisänderung. Sie enthält häufig ein Sonderkündigungsrecht mit kurzer Frist. Wer sie liegen lässt, verliert die Gelegenheit — und zwar meist, bevor die Erhöhung auf dem Kontoauszug sichtbar wird.

Der dritte Anlass: jeder Abschluss

Die wirksamste Prüfung findet nicht später statt, sondern sofort. Beim Abschluss eines Abos sind drei Angaben verfügbar, die später mühsam zu rekonstruieren sind: Verlängerungsdatum, Kündigungsfrist und Abschlussort.

Wer sie in dem Moment festhält, in dem sie ohnehin auf dem Bildschirm stehen, spart sich die halbe jährliche Durchsicht.

Was eine Prüfung nicht leisten kann

Sie findet Abos. Sie ändert nichts an ihnen. Der häufigste Endzustand einer Abo-Inventur ist eine vollständige Liste und keine einzige Kündigung — weil der Kündigungstermin bei den meisten Verträgen nicht am Tag der Durchsicht liegt.

Deshalb gehört zu jeder Prüfung ein zweiter Schritt: pro Abo den nächsten möglichen Kündigungstermin notieren. Ohne diesen Schritt wiederholt sich die Inventur im nächsten Jahr mit demselben Ergebnis.

Diese Seite nennt Gesetzesstellen, damit Sie sie nachschlagen können. Sie ersetzt keine Rechtsberatung — die Beurteilung eines Einzelfalls hängt vom konkreten Vertrag und vom anwendbaren Recht ab.

Vom Lesen zum Überblick

Der schnellste Weg, das hier Gelesene anzuwenden: alle Abos an einem Ort erfassen und die Jahressumme sehen. Zwei Minuten, kostenlos, keine Bankverbindung nötig.

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