Muster 1: Einzelabo neben einem Bündel
Das häufigste und am schwersten zu bemerkende. Der Ablauf ist immer gleich:
- Ein Dienst wird einzeln abonniert.
- Später kommt aus einem anderen Grund ein Bündel dazu — meist wegen Cloud-Speicher oder eines Mobilfunkvertrags.
- Das Bündel enthält den bereits abonnierten Dienst.
- Das Einzelabo läuft weiter.
Beide Beträge können über dasselbe Konto laufen und erscheinen dann als eine Buchung. Von aussen ist die Doppelung unsichtbar.
Prüfen: Öffnen Sie die Leistungsübersicht jedes Bündels, das Sie abonniert haben, und vergleichen Sie sie mit Ihrer Abo-Liste. Typische Kandidaten sind Ökosystem-Bündel mit Musik-, Fitness- und Speicheranteil sowie Mobilfunkverträge mit inkludiertem Streaming.
Muster 2: mehrere Einzelabos im Haushalt
Zwei Personen, zwei Konten, zwei Karten, derselbe Dienst. Es gibt keinen Moment, in dem beide Beträge nebeneinander stehen — deshalb fällt es nie auf.
Rechnerisch liegt ein Familientarif meist unter zwei Einzelabos und deckt vier bis sechs Konten ab. Die Schwelle ist also bereits bei zwei Personen überschritten, nicht erst bei vier.
Prüfen: Einmal alle Abos im Haushalt an einer Stelle zusammentragen, unabhängig davon, über welches Konto sie laufen.
Muster 3: der unvollendete Wechsel
Beim Umstieg von einem Anbieter zum anderen wird das neue Abo abgeschlossen und das alte nicht gekündigt — weil es ohnehin bis Monatsende bezahlt ist und die Daten noch dort liegen. Diese Phase dauert in der Praxis länger als geplant.
Prüfen: Gehen Sie die Monate durch, in denen Sie einen Dienst gewechselt haben. Läuft der alte noch?
Muster 4: dasselbe Konto auf zwei Plattformen
Wer das Betriebssystem gewechselt hat, hat Abos auf der alten Plattform zurückgelassen. Die Abrechnung hängt am Konto, nicht am Gerät — sie läuft weiter, auch wenn das Gerät in der Schublade liegt.
Die Prüfung, die alle vier abdeckt
Eine Liste aller Abos im Haushalt, ergänzt um zwei Spalten: Was leistet es? und Über welches Konto läuft es?
Sortiert nach der ersten Spalte fallen Doppelungen sofort auf. Sortiert nach der zweiten sehen Sie, welche Konten Sie prüfen müssen. Diese Auswertung ist mit einem Kontoauszug nicht möglich, weil dort keine Leistungsbeschreibung steht.