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Wie kann ich ein Abo legal mit anderen teilen?

Kurz beantwortet

Über den vom Anbieter vorgesehenen Familien- oder Mehrbenutzertarif. Das Weitergeben von Zugangsdaten ausserhalb des Haushalts verstösst bei den meisten Diensten gegen die Nutzungsbedingungen und wird über Netzwerkprüfungen erkannt. Der offizielle Weg ist meist auch der günstigere.

Von AboTracker RedaktionZuletzt geprüft am

Rechtsangaben mit Fundstelle, nach Land getrennt. Verantwortlich für den Inhalt ist Leutrim Miftaraj, Innopulse Consulting GmbH, Zug. Wie wir recherchieren und korrigieren

Was die Bedingungen typischerweise sagen

Die Nutzungsbedingungen der meisten Streaming- und Musikdienste beschränken die Nutzung auf den Haushalt des Kontoinhabers. Das Weitergeben von Zugangsdaten an Personen ausserhalb dieses Haushalts ist danach nicht gestattet.

Das ist keine theoretische Klausel. Mehrere grosse Anbieter haben die Durchsetzung in den vergangenen Jahren technisch verschärft.

Wie geprüft wird

Über die Netzwerkumgebung: welche Geräte sich mit welchem Netzwerk verbinden und wie regelmässig. Wer sich dauerhaft aus einem anderen Netz anmeldet, fällt auf.

Die Folgen reichen von Aufforderungen zur Bestätigung des Haushalts über die Einschränkung des Zugangs bis zur Sperrung. Zusätzliche Nutzer ausserhalb des Haushalts sind bei einigen Anbietern gegen Aufpreis möglich — das ist dann der vorgesehene Weg.

Die offiziellen Modelle

Familien- oder Mehrbenutzertarif. Mehrere eigenständige Konten unter einem Vertrag, meist vier bis sechs. Bedingung ist bei vielen Anbietern der gemeinsame Haushalt.

Zusatznutzer gegen Aufpreis. Einige Dienste erlauben ausdrücklich Personen ausserhalb des Haushalts gegen einen Zuschlag. Er liegt unter einem vollen Einzelabo.

Duo-Tarife. Für zwei im selben Haushalt lebende Personen, günstiger als der Familientarif.

Gruppen- und Verbandstarife. Bei einzelnen Diensten über Arbeitgeber, Hochschulen oder Verbände. Sie sind an einen Status gebunden, der nachgewiesen werden muss.

Der Punkt, der oft übersehen wird

Der offizielle Weg ist in aller Regel nicht nur zulässig, sondern auch günstiger als das, was viele stattdessen tun: mehrere Einzelabos in einem Haushalt.

Die Frage "wie teile ich legal" hat also meistens dieselbe Antwort wie die Frage "wie zahle ich weniger".

Was beim Teilen praktisch zu regeln ist

Wer zahlt. Der Vertrag läuft auf eine Person. Ohne Absprache über den Ausgleich entsteht dort eine dauerhafte Belastung, die auf dem eigenen Kontoauszug höher aussieht als vorher.

Wer kündigt. Nur der Vertragsinhaber kann kündigen. Die anderen verlieren den Zugang, ohne beteiligt zu sein.

Was bei Trennung oder Auszug passiert. Bei haushaltsgebundenen Tarifen endet die Nutzbarkeit für den Ausziehenden. Das ist ein Punkt, der bei Wohngemeinschaften regelmässig zu unerwarteten Zugangsverlusten führt.

Ein Hinweis zur Bewertung

Ob eine bestimmte Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Einzelfall wirksam ist, ist eine juristische Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Für die Praxis ist die technische Durchsetzung ohnehin die wirksamere Grenze: Ein Zugang, der gesperrt wird, ist unabhängig von der Rechtslage nicht nutzbar.

Diese Seite nennt Gesetzesstellen, damit Sie sie nachschlagen können. Sie ersetzt keine Rechtsberatung — die Beurteilung eines Einzelfalls hängt vom konkreten Vertrag und vom anwendbaren Recht ab.

Der Rechner zeigt dir eine Momentaufnahme. In AboTracker bleibt sie erhalten, aktualisiert sich mit jedem Abo und erinnert dich vor der nächsten Verlängerung.

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