Warum wir hier keine Zahl nennen
Zu Abo-Ausgaben kursieren Durchschnittswerte, die weit auseinanderliegen. Die Gründe:
Unterschiedliche Definitionen. Zählen Mobilfunk, Versicherungen und Vereinsbeiträge mit? Je nach Abgrenzung ändert sich das Ergebnis um ein Vielfaches.
Selbstauskunft statt Messung. Die meisten Erhebungen fragen Menschen, was sie zahlen. Genau das ist die Zahl, die systematisch zu niedrig ausfällt — Jahresabos und Sammelposten werden regelmässig übersehen.
Interessenlage. Ein erheblicher Teil der zitierten Studien stammt von Unternehmen, die Abo-Verwaltung oder Finanzprodukte verkaufen. Eine hohe Zahl ist dort funktional.
Eine Zahl zu nennen, die wir nicht belegen können, wäre bequem und falsch. Deshalb steht hier keine.
Was stattdessen aussagekräftig ist
Ihre eigene Summe — mit einer methodischen Bedingung: zwölf Monate, nicht drei.
Jahresabos erscheinen einmal jährlich. Ein Dreimonatsfenster enthält im Schnitt ein Viertel davon. Bei einem Haushalt mit mehreren Jahresabos ist das der Unterschied zwischen einer vollständigen und einer irreführenden Übersicht — systematisch nach unten.
Die vier Quellen
Keine davon ist allein vollständig:
- Apple- und Google-Abo-Listen — die einzige Aufschlüsselung der Sammelposten
- Zwölf Monate Kontoauszüge
- Kreditkartenabrechnungen, separat
- Zahlungsdienste wie PayPal
Dazu die Abos anderer Personen im Haushalt, wenn es um die Haushaltssumme geht.
Warum der Vergleich mit einem Durchschnitt ohnehin wenig bringt
Selbst mit einer belastbaren Zahl wäre die relevante Frage nicht, ob Sie darüber oder darunter liegen.
Relevant ist: Welche dieser Posten werden tatsächlich genutzt? Ein Haushalt mit hohen, aber genutzten Abo-Ausgaben hat kein Problem. Ein Haushalt mit niedrigen Ausgaben, von denen die Hälfte auf ungenutzte Dienste entfällt, schon.
Die einzige Zahl, die zu Entscheidungen führt
Die Jahressumme pro Abo, sortiert nach Höhe. Der Monatswert wirkt bei jedem einzelnen Posten harmlos; die Jahressumme ist die Zahl, bei der eine Entscheidung fällt.