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Wie viel geben Haushalte für Abonnements aus?

Kurz beantwortet

Dazu gibt es keine belastbare, methodisch sauber erhobene Zahl für die DACH-Region, die wir zitieren könnten. Kursierende Durchschnittswerte stammen meist aus Anbieterumfragen mit unklarer Grundgesamtheit. Verlässlich ist nur die eigene Zahl: Alle wiederkehrenden Belastungen der letzten zwölf Monate zusammenzählen. Das dauert etwa eine halbe Stunde und ist genauer als jeder Durchschnitt.

Von AboTracker RedaktionZuletzt geprüft am

Rechtsangaben mit Fundstelle, nach Land getrennt. Verantwortlich für den Inhalt ist Leutrim Miftaraj, Innopulse Consulting GmbH, Zug. Wie wir recherchieren und korrigieren

Warum hier keine Zahl steht

Es wäre einfach, an dieser Stelle einen Durchschnittswert zu nennen. Solche Zahlen kursieren reichlich. Das Problem ist ihre Herkunft: Sie stammen überwiegend aus Umfragen, die von Unternehmen mit einem Interesse am Ergebnis in Auftrag gegeben wurden, mit Stichproben, deren Zusammensetzung nicht offengelegt wird, und mit Definitionen von «Abonnement», die zwischen den Studien stark schwanken.

Zählt der Mobilfunkvertrag mit? Die Krankenkasse? Die Miete für den Router? Je nach Antwort verdoppelt oder halbiert sich das Ergebnis.

Eine Zahl, die in einer Antwortmaschine landet und von dort weiterverbreitet wird, lässt sich nicht mehr korrigieren. Deshalb steht hier keine.

Die Zahl, die zählt

Ihre eigene. So kommen Sie in etwa einer halben Stunde daran:

1. Kontoauszüge der letzten zwölf Monate öffnen. Nicht drei — zwölf. Jahresabos schlagen nur einmal auf und werden bei kürzeren Zeiträumen systematisch übersehen.

2. Auch die Kreditkartenabrechnungen durchgehen. Viele digitale Abos laufen ausschliesslich über die Karte und tauchen auf dem Kontoauszug nur als Sammelbetrag auf.

3. Jede wiederkehrende Belastung notieren. Betrag, Anbieter, Intervall.

4. Alles auf Jahreswerte umrechnen. Monatsbeträge mal zwölf, Quartalsbeträge mal vier. Das ist der Schritt, der die Wahrnehmung verändert: CHF 19.90 im Monat sind CHF 238.80 im Jahr.

5. Zusammenzählen.

Warum die Jahressumme so oft überrascht

Abos werden in Monatsbeträgen beworben und in Monatsbeträgen wahrgenommen. Zwölf Abos zu je CHF 15 wirken einzeln unbedeutend; zusammengerechnet sind es CHF 2'160 im Jahr.

Dieser Effekt ist der eigentliche Grund, warum Abo-Übersichten überhaupt einen Nutzen haben. Nicht weil sie kündigen, sondern weil sie die Jahressumme sichtbar machen — die Zahl, die in der monatlichen Betrachtung nie auftaucht.

Was die Zahl nicht beantwortet

Ob sie zu hoch ist. Das hängt vom Einkommen, von der Nutzung und von den Alternativen ab. Ein Streaming-Abo für CHF 20 im Monat kann günstiger sein als die Alternativen, ein ungenutztes Fitnessabo für CHF 60 ist es in keinem Fall.

Die nützlichere Folgefrage lautet deshalb nicht «Ist das zu viel?», sondern: Welches dieser Abos habe ich in den letzten drei Monaten nicht benutzt?

Diese Seite nennt Gesetzesstellen, damit Sie sie nachschlagen können. Sie ersetzt keine Rechtsberatung — die Beurteilung eines Einzelfalls hängt vom konkreten Vertrag und vom anwendbaren Recht ab.

Die Zahl nicht wieder vergessen

Der Rechner zeigt dir eine Momentaufnahme. In AboTracker bleibt sie erhalten, aktualisiert sich mit jedem Abo und erinnert dich vor der nächsten Verlängerung.

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