Der teuerste Fehler dieser Kategorie
Ein Software-Abo, das für ein befristetes Projekt abgeschlossen wurde und danach weiterläuft. Die Anwendung wird nicht mehr geöffnet, die Abbuchung bleibt — häufig über Jahre.
Software-Abos haben von allen Kategorien die grösste Diskrepanz zwischen Zahlung und Nutzung, weil der Anlass des Abschlusses meist konkret und zeitlich begrenzt ist, das Abo aber nicht.
Vollpaket gegen Einzelanwendung
Die grossen Anbieter bewerben Bündel, die deutlich mehr Anwendungen enthalten, als die meisten nutzen. Einzelabos für eine bestimmte Anwendung existieren bei vielen Anbietern, werden aber weniger prominent platziert.
Wer gezielt danach sucht, findet regelmässig eine erhebliche Preisdifferenz. Der Vergleich zwischen einem Vollpaket und einer gekauften Einzelanwendung ist deshalb unfair — verglichen werden müsste das Einzelabo derselben Anwendung.
Jahresbindung: rechnerisch günstiger, praktisch riskanter
Jahresabos liegen unter der Summe zwölf einzelner Monate. Sie sind aber elf Monate lang auf keiner Abrechnung sichtbar, was die Kündigungsentscheidung systematisch verzögert.
Bei Software mit sicherem Dauerbedarf — beruflich täglich genutzte Werkzeuge — ist das Jahresabo ohne Nachteil die richtige Wahl. Bei allem, was ausprobiert wird, ist es die teuerste Variante des Ausprobierens.
Der Punkt, der Selbstständige betrifft
Nicht welche Software bleibt, sondern über welches Konto sie läuft. Ein beruflich genutztes Abo auf der privaten Karte taucht in keiner Buchhaltung auf — die Ausgabe ist real, die steuerliche Berücksichtigung fällt weg. Umgekehrt erzeugt ein privat genutztes Abo auf der Firmenkarte Korrekturbedarf bei der Jahresabrechnung.