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Von Swisscom zu Sunrise wechseln

TelekommunikationRechtslage: Schweiz
Beide Anbieter nennen 60 Tage Kündigungsfrist. Die Besonderheit liegt auf der Zielseite: Sunrise nimmt schriftliche Kündigungen per Post nach eigener Darstellung nicht mehr entgegen. Für den Wechsel selbst ist das unerheblich — spätestens beim übernächsten Wechsel wird es relevant.
Von AboTracker RedaktionZuletzt geprüft am

Anbieterangaben, nach Land getrennt. Verantwortlich für den Inhalt ist Leutrim Miftaraj, Innopulse Consulting GmbH, Zug. Wie wir recherchieren und korrigieren

Alter Vertrag
Swisscom
60 Tage. Massgeblich ist der Eingang bei Swisscom, nicht das Datum auf dem Brief — rechnen Sie vom gewünschten Enddatum 60 Tage zurück und geben Sie die Kündigung einige Tage früher auf.
Neuer Vertrag
Sunrise
60 Tage in der Regel. Prüfen Sie den genauen Termin im Kundenkonto, da er je nach Vertrag abweichen kann.

Warum dieser Wechsel gemacht wird

Preis bei vergleichbarer Leistung. Sunrise liegt unter Swisscom und hat nach der Fusion mit UPC ein breites Angebot über Mobile, Internet und TV. Für Nutzung in Städten und entlang der Hauptachsen ist der Unterschied in der Abdeckung gering.

Bei diesem Wechsel besonders

  • Bei Rufnummernmitnahme die Portierung über Sunrise beauftragen und nicht selbst bei Swisscom kündigen.
  • Merken Sie sich für später: Eine Sunrise-Kündigung läuft nur telefonisch (0800 100 600) oder per Chat. Notieren Sie dann Datum, Uhrzeit und Namen und fassen Sie schriftlich nach.
  • Kombirabatte bei Swisscom entfallen. Laufen weitere Swisscom-Abos im Haushalt, verteuern die sich durch Ihren Wechsel.
  • Beide Anbieter arbeiten mit 60 Tagen Frist — der Wechsel braucht mindestens zwei Monate Vorlauf.

So läuft ein Telekomwechsel ab

Diese Schritte gelten für alle Wechsel in der Kategorie Telekommunikation.

  1. 1

    Zuerst prüfen, ob der neue Anbieter an Ihrer Adresse verfügbar ist

    Bei Internet und Festnetz vor allem anderen. Wer zuerst kündigt und danach feststellt, dass der neue Anbieter nicht liefern kann, steht ohne Anschluss und ohne Vertrag da.

  2. 2

    Bei Rufnummernmitnahme: NICHT selbst kündigen

    Das ist der teuerste Fehler in diesem Bereich. Beauftragen Sie den neuen Anbieter mit der Portierung — er kündigt den alten Vertrag im Rahmen des Portierungsverfahrens. Eine eigene Kündigung kostet die Rufnummer.

  3. 3

    Mindestvertragsdauer und Restforderungen klären

    Läuft die Bindung noch, werden die restlichen Grundgebühren fällig, dazu ein offener Geräteplan in einer Summe. Rechnen Sie das aus, bevor Sie den Wechsel auslösen — bei über einem Jahr Restlaufzeit lohnt sich oft das Abwarten.

  4. 4

    Zeitlich so takten, dass sich die Verträge knapp überlappen

    Der neue Anschluss sollte kurz vor dem Ende des alten aktiv sein, nicht danach. Ein bis zwei Wochen Überlappung kosten wenig; eine Lücke kostet mehr, und zwei Monate Doppelzahlung kosten am meisten.

  5. 5

    Kombirabatte prüfen

    Hängt der Vertrag an einem Paketrabatt oder Familientarif, verteuert der Wechsel die verbleibenden Verträge. Rechnen Sie mit dem Preis NACH Wegfall des Rabatts, nicht mit dem aktuellen.

  6. 6

    Leihgeräte zurücksenden und den Beleg aufbewahren

    Router, TV-Box und Modem bleiben Eigentum des alten Anbieters. Nicht zurückgesandte Geräte werden verrechnet, oft zum Neupreis.

Was mitkommt und was nicht

Kommt mit

  • Rufnummer, aber nur über die Portierung durch den neuen Anbieter
  • In der Regel die bestehende Anschlussdose

Bleibt zurück

  • Guthaben auf Prepaid-Karten, sofern nicht ausdrücklich ausgezahlt
  • E-Mail-Adressen bei der Anbieterdomain
  • Vergünstigungen aus Kombi- und Familienrabatten
  • Aufgezeichnete Inhalte auf einer TV-Box

Häufige Fragen

Ist die Abdeckung bei Sunrise schlechter?

In Städten und entlang der Hauptachsen kaum. In ländlichen Gebieten hat Swisscom historisch die bessere Abdeckung. Prüfen Sie die Netzkarten für Ihre konkreten Orte — Wohnort, Arbeitsweg, Wochenendziele.

Gibt es eine günstigere Variante im Sunrise-Netz?

Ja, Yallo ist eine Sunrise-Marke im selben Netz. Wer den Sunrise-Service nicht braucht, zahlt dort deutlich weniger bei identischer Abdeckung.

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