Warum eine einzige Quelle nie reicht
Jede Quelle hat einen systematischen blinden Fleck. Der Kontoauszug sieht Sammelposten als eine Zahl. Die App-Store-Liste sieht keine Lastschriften. Das Postfach sieht nur, was per E-Mail kam. Wer nur an einer Stelle sucht, findet zuverlässig einen Teil und übersieht zuverlässig den Rest.
Die Reihenfolge in dieser Checkliste ist nach Ausbeute pro Minute sortiert, nicht nach Vollständigkeit.
Der Punkt, der am häufigsten falsch gemacht wird
Drei Monate Kontoauszüge statt zwölf. Jahresabos erscheinen einmal jährlich. Ein Dreimonatsfenster enthält im Schnitt ein Viertel davon.
Bei einem Haushalt mit mehreren Jahresabos ist das der Unterschied zwischen einer vollständigen und einer irreführenden Übersicht — und zwar systematisch nach unten, weil die unsichtbaren Posten genau die sind, über die nie entschieden wurde.
Was pro gefundenem Abo festzuhalten ist
Nicht nur Name und Betrag, sondern drei weitere Angaben:
- ·Verlängerungsdatum — bestimmt, wann eine Entscheidung möglich ist
- ·Kündigungsfrist — bestimmt, wann sie spätestens fallen muss
- ·Abschlussort — bestimmt, wo gekündigt wird; eine Kündigung am falschen Ort bleibt wirkungslos
Ohne diese drei ist die Inventur eine Liste, aus der nichts folgt.
Der zweite Schritt, der meistens fehlt
Der häufigste Endzustand einer Abo-Inventur ist eine vollständige Liste und keine einzige Kündigung — weil der Kündigungstermin bei den meisten Verträgen nicht am Tag der Durchsicht liegt.
Deshalb gehört zu jeder Prüfung ein zweiter Durchgang: pro Abo den nächsten möglichen Kündigungstermin notieren. Ohne diesen Schritt wiederholt sich die Inventur im nächsten Jahr mit demselben Ergebnis.