Die Schwelle liegt bei zwei, nicht bei vier
Der Begriff "Familientarif" suggeriert einen Haushalt mit Kindern. Rechnerisch stimmt das nicht: Weil solche Tarife typischerweise unter dem Doppelten eines Einzelabos liegen und vier bis sechs Konten abdecken, ist der Wechsel bereits bei zwei Personen günstiger.
Ein Paar mit zwei Einzelabos beim selben Anbieter zahlt also mehr als nötig — unabhängig davon, ob es sich als Familie versteht.
Warum das trotzdem so selten genutzt wird
Die Abos entstanden zu unterschiedlichen Zeitpunkten, laufen über getrennte Konten und erscheinen auf getrennten Abrechnungen. Es gibt keinen Moment, in dem beide Beträge nebeneinander stehen.
Genau diesen Moment stellt dieser Rechner her — er ist deshalb nur dann nützlich, wenn Sie auch die Abos der anderen Personen im Haushalt eintragen.
Vor dem Wechsel zu prüfen
Haushaltsbindung. Viele Streaming-Anbieter verlangen, dass alle Konten im selben Haushalt angemeldet sind, und prüfen das über die Netzwerkverbindung. Bei Musik- und teilweise Gaming-Diensten ist die Bindung lockerer. Ein Familientarif, der wegen der Haushaltsprüfung nicht nutzbar ist, spart nichts.
Die Reihenfolge beim Wechsel
- Familientarif abschliessen und die weiteren Konten einladen.
- Erst danach jedes Einzelabo kündigen — einzeln, jeweils am Abschlussort.
- Prüfen, ob eines über einen App-Store lief; dort wird separat gekündigt.
Schritt zwei ist der, an dem es scheitert: Die Kündigung muss von der Person ausgeführt werden, der das jeweilige Abo gehört. Wird das vergessen, entsteht dieselbe Doppelung, die man beseitigen wollte.
Ein Nebeneffekt, der überrascht
Nach dem Wechsel zahlt eine Person mehr als vorher, alle anderen nichts. Auf dem eigenen Kontoauszug sieht das nach einer Verschlechterung aus — die Ersparnis liegt auf den Konten der anderen.