Doppelungen sind nicht zufällig
Sie folgen vier wiederkehrenden Mustern. Wer diese vier gezielt prüft, findet in kurzer Zeit mehr als bei stundenlangem Durchsehen von Kontoauszügen — weil die häufigste Doppelung auf dem Kontoauszug gar nicht sichtbar ist.
Muster 1: Einzelabo neben einem Bündel. Ein Dienst wird einzeln abonniert, später kommt aus anderem Grund ein Bündel dazu, das ihn enthält. Laufen beide über dieselbe Plattform, erscheinen sie als eine Buchung.
Muster 2: mehrere Einzelabos im Haushalt. Zwei Personen, zwei Konten, derselbe Dienst. Kein Kontoauszug zeigt beide.
Muster 3: der unvollendete Wechsel. Neues Abo abgeschlossen, altes nicht gekündigt, weil es ohnehin bis Monatsende bezahlt war.
Muster 4: Abos auf einer verlassenen Plattform. Nach einem Systemwechsel laufen Abos auf dem alten Konto weiter — die Abrechnung hängt am Konto, nicht am Gerät.
Warum eine Banking-App diese Fälle nicht findet
Sie arbeitet auf Kontobewegungen. Muster 1 ist dort eine Buchung, Muster 2 liegt auf einem anderen Konto, Muster 4 sieht aus wie ein normales laufendes Abo. Nur Muster 3 ist theoretisch erkennbar — und auch nur, wenn beide Anbieter unter erkennbarem Namen buchen.
Das ist keine Schwäche der Software, sondern eine Grenze der Datengrundlage.
Was Sie bereithalten sollten
Die Abo-Listen aus dem Apple- und dem Google-Konto sowie die Leistungsübersicht jedes Bündels, das Sie abonniert haben — dazu zählen auch Mobilfunk- und Internetverträge. Ohne diese beiden Quellen bleibt die Prüfung Stückwerk.