Von Sunrise Internet zu Swisscom blue Internet wechseln
Anbieterangaben, nach Land getrennt. Verantwortlich für den Inhalt ist Leutrim Miftaraj, Innopulse Consulting GmbH, Zug. Wie wir recherchieren und korrigieren
Warum dieser Wechsel gemacht wird
Meist Servicequalität oder Anschlussstabilität, seltener der Preis — Swisscom ist teurer. Dazu kommt bei Sunrise das Ärgernis, dass sich eine Kündigung nur schwer belegen lässt, weil der schriftliche Weg fehlt.
Bei diesem Wechsel besonders
- Sunrise verweist für Kündigungen auf Telefon (0800 100 600) und Chat. Notieren Sie beim Anruf sofort Datum, Uhrzeit und Namen der Ansprechperson.
- Fassen Sie danach schriftlich nach und verlangen Sie eine Bestätigung mit genauem Vertragsende. Diese Nachfassmail wird selbst zum Nachweis.
- Bleibt die Bestätigung aus, ist bei Telekomverträgen die Schlichtungsstelle Ombudscom zuständig.
- Eine sofortige Kündigung kostet bei Sunrise nach verbreiteter Darstellung eine Gebühr plus zwei Monatsgrundgebühren. Die reguläre Frist abzuwarten ist meist günstiger.
So läuft ein Telekomwechsel ab
Diese Schritte gelten für alle Wechsel in der Kategorie Internet & Telefonie.
- 1
Zuerst prüfen, ob der neue Anbieter an Ihrer Adresse verfügbar ist
Bei Internet und Festnetz vor allem anderen. Wer zuerst kündigt und danach feststellt, dass der neue Anbieter nicht liefern kann, steht ohne Anschluss und ohne Vertrag da.
- 2
Bei Rufnummernmitnahme: NICHT selbst kündigen
Das ist der teuerste Fehler in diesem Bereich. Beauftragen Sie den neuen Anbieter mit der Portierung — er kündigt den alten Vertrag im Rahmen des Portierungsverfahrens. Eine eigene Kündigung kostet die Rufnummer.
- 3
Mindestvertragsdauer und Restforderungen klären
Läuft die Bindung noch, werden die restlichen Grundgebühren fällig, dazu ein offener Geräteplan in einer Summe. Rechnen Sie das aus, bevor Sie den Wechsel auslösen — bei über einem Jahr Restlaufzeit lohnt sich oft das Abwarten.
- 4
Zeitlich so takten, dass sich die Verträge knapp überlappen
Der neue Anschluss sollte kurz vor dem Ende des alten aktiv sein, nicht danach. Ein bis zwei Wochen Überlappung kosten wenig; eine Lücke kostet mehr, und zwei Monate Doppelzahlung kosten am meisten.
- 5
Kombirabatte prüfen
Hängt der Vertrag an einem Paketrabatt oder Familientarif, verteuert der Wechsel die verbleibenden Verträge. Rechnen Sie mit dem Preis NACH Wegfall des Rabatts, nicht mit dem aktuellen.
- 6
Leihgeräte zurücksenden und den Beleg aufbewahren
Router, TV-Box und Modem bleiben Eigentum des alten Anbieters. Nicht zurückgesandte Geräte werden verrechnet, oft zum Neupreis.
Was mitkommt und was nicht
Kommt mit
- Rufnummer, aber nur über die Portierung durch den neuen Anbieter
- In der Regel die bestehende Anschlussdose
Bleibt zurück
- Guthaben auf Prepaid-Karten, sofern nicht ausdrücklich ausgezahlt
- E-Mail-Adressen bei der Anbieterdomain
- Vergünstigungen aus Kombi- und Familienrabatten
- Aufgezeichnete Inhalte auf einer TV-Box
Häufige Fragen
Wie beweise ich, dass ich gekündigt habe?
Über die Kombination aus Gesprächsnotiz und schriftlichem Nachfassen. Formulieren Sie im Nachfassschreiben, dass es ersatzweise als erneute Kündigungserklärung gilt, falls die telefonische Kündigung nicht erfasst wurde.
Ist Swisscom besser?
Bei der Abdeckung im Festnetzbereich und beim Support schneidet Swisscom in Erhebungen meist besser ab, ist dafür teurer. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, ob Ihr konkretes Problem daran lag.
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