Kapitel 3
Abrechnungsintervalle
3 Min.
Kurz gefasst
- Es gibt zwölf Intervalle — von täglich über zwei- und dreijährlich bis zur Einmalzahlung.
- Bei Mehrjahresverträgen trägst du den Betrag für die gesamte Laufzeit ein, nicht den beworbenen Monatspreis.
- Die Monatsrate rechnet die App aus und zeigt sie direkt unter dem Feld an.
- Einmalzahlungen zählen bewusst nicht zu den laufenden Kosten.
Alle Intervalle
| Intervall | Typische Fälle |
|---|---|
| Täglich | Kurze Testphasen, tageweise Dienste |
| Wöchentlich | Kochboxen, Lieferabos, Wochenzeitungen |
| Alle 2 Wochen | 14-tägige Lieferungen |
| Monatlich | Der Normalfall |
| Alle 2 Monate | Zeitschriften, manche Beitragsmodelle |
| Vierteljährlich | Rundfunkbeitrag, Vereinsbeiträge, Versicherungen |
| Halbjährlich | Beiträge, Wartungsverträge |
| Jährlich | Software-Lizenzen, Domains, Mitgliedschaften |
| Alle 2 Jahre | VPN, Virenschutz, Hosting, Fitnessverträge |
| Alle 3 Jahre | Sicherheitssoftware, langfristige Lizenzen |
| Einmalzahlung | Lifetime-Käufe, einmalige Lizenzen |
| Individuell | Freier Tagesrhythmus, z. B. alle 40 Tage |
Mehrjährige Verträge — der wichtigste Abschnitt
VPN-Anbieter, Passwortmanager und Virenschutz bewerben ihre Mehrjahrestarife fast ausnahmslos mit einem Monatspreis, den es als Zahlung nie gibt. Auf der Website steht „2,99 € / Monat", abgebucht werden einmalig 71,76 € für 24 Monate. Danach passiert zwei Jahre lang nichts — und dann auf einen Schlag wieder der volle Betrag, oft zu einem höheren Verlängerungspreis.
Trag also 71,76 € ein und wähl „Alle 2 Jahre". Nicht 2,99 € und monatlich.
Warum das mehr ist als eine Formalie
Mit dem Monatspreis wäre beides falsch, was die App leisten soll:
- ·Die Kostenübersicht stimmt nur zufällig, solange der Verlängerungspreis dem Erstpreis entspricht. Bei Anbietern mit Verlängerungsaufschlag — dem Normalfall in dieser Branche — weicht sie sofort ab.
- ·Die Erinnerung wäre wertlos. Ein monatlich eingetragenes Abo erzeugt zwölf Erinnerungen im Jahr, von denen keine auf den einen Termin fällt, an dem du handeln müsstest. Und gerade Mehrjahresverträge verlängern sich still: Weil sie nur alle 24 Monate auffallen, vergisst man sie zuverlässig.
Die Monatsrate bekommst du trotzdem
Unter der Intervallauswahl steht, was das Abo umgerechnet pro Monat und pro Jahr kostet. Diese Zahl fliesst in Dashboard und Berichte ein. Du musst dich also nicht zwischen „echte Zahlung" und „Vergleichbarkeit" entscheiden — du trägst die echte Zahlung ein, die Vergleichbarkeit erledigt die App.
Einmalzahlungen
Einmalzahlungen erscheinen in der Monats- und Jahressumme mit null. Das ist kein Fehler, sondern Absicht.
Eine einmalige Lizenz oder ein Lifetime-Kauf ist keine laufende Belastung. Würde man sie in eine Monatsrate umlegen, wäre die zentrale Kennzahl der App — „was kostet mich das pro Monat" — dauerhaft verfälscht, und zwar in eine Richtung, die man beim Lesen nicht bemerkt. Über welchen Zeitraum sollte man einen Lifetime-Kauf auch verteilen? Jede Antwort darauf wäre gesetzt, nicht berechnet.
Der Betrag bleibt am Abo sichtbar und in der Historie erhalten. Er zählt nur nicht in die laufenden Kosten.
Individuelle Zyklen
Manche Rhythmen lassen sich nicht in Monate übersetzen: Kontaktlinsen alle 40 Tage, ein Beitrag alle 100 Tage, eine Lieferung alle drei Wochen. Dafür gibt es Individuell mit einer freien Tagesangabe zwischen 1 und 3650.
Aus der Tagesangabe leitet sich alles Weitere ab: nächste Fälligkeit, Umrechnung für Dashboard und Berichte, Serie im Kalenderexport.
Wann du es besser nicht nimmst: Wenn ein festes Intervall passt, nimm das feste Intervall. „Alle 30 Tage" und „Monatlich" sind nicht dasselbe. Ein monatliches Abo, das am 31. Januar fällig ist, wird korrekt auf den 28. Februar gesetzt. Ein 30-Tage-Zyklus wandert dagegen durch den Kalender und liegt nach einem Jahr fünf Tage daneben. Fast alle Anbieter rechnen kalendarisch ab, nicht in Tagen.
Wie umgerechnet wird
Jedes Abo wird auf eine Monats- und eine Jahresrate normalisiert, damit sich ein Jahresvertrag mit einem Monatsvertrag vergleichen lässt. Grundlage sind 365,25 Tage pro Jahr — also mit Schaltjahresanteil.
Ein wöchentliches Abo ergibt damit rund 4,35 Zahlungen pro Monat, nicht 4. Der Unterschied klingt nach Rundung, ist aber der zwischen 48 und 52 Zahlungen im Jahr — bei einer Kochbox für 60 Euro sind das über 200 Euro.
Dieselbe Konstante gilt in der gesamten Anwendung: Dashboard, Berichte, CSV-Export und Datenbank rechnen identisch. Wenn zwei Ansichten unterschiedliche Zahlen zeigen, liegt es nicht an der Umrechnung — dann beantworten sie verschiedene Fragen. Siehe dazu Kapitel 7.
Kapitel zuletzt geprüft am 23. August 2026
Kurze Antworten dazu
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