Wenn etwas schiefgegangen ist
Diese Seiten beantworten keine Frage, sie führen durch einen Eskalationspfad: was zuerst zu prüfen ist, was Sie schriftlich verlangen, und wann die Selbsthilfe endet. Die zuständige Stelle in der letzten Stufe ist in jedem der drei Länder eine andere — das steht auf jeder Seite ausdrücklich dabei.
Abgebucht trotz Kündigung
Prüfen Sie zuerst, ob die Belastung die letzte reguläre Periode betrifft — bei Kündigung zum Periodenende ist eine weitere Abbuchung meist korrekt. Ist sie es nicht, buchen Sie bei SEPA-Lastschrift innert acht Wochen zurück und fordern Sie den Anbieter schriftlich mit Frist zur Bestätigung auf.
Vorgehen ansehenAnbieter antwortet nicht
Fassen Sie schriftlich nach und setzen Sie eine Frist von zehn bis vierzehn Tagen. Nennen Sie darin Datum und Weg der ursprünglichen Kündigung und halten Sie fest, dass das Schreiben ersatzweise als erneute Kündigungserklärung gilt. Zahlen Sie strittige Beträge weiter, aber ausdrücklich unter Vorbehalt.
Vorgehen ansehenMahnung für ein gekündigtes Abo
Ignorieren Sie die Mahnung nicht — auch eine unberechtigte Forderung kann in ein Inkasso- oder Betreibungsverfahren münden. Widersprechen Sie schriftlich unter Beilage des Kündigungsnachweises und setzen Sie eine Frist. Zahlen Sie strittige Beträge nur unter ausdrücklichem Vorbehalt der Rückforderung.
Vorgehen ansehenProbeabo wurde zum Vollabo
Prüfen Sie zuerst das Datum des Vertragsschlusses. Liegt es in Deutschland oder Österreich weniger als 14 Tage zurück, ist der Widerruf beziehungsweise Rücktritt möglich und beseitigt den Vertrag rückwirkend. In der Schweiz besteht bei Online-Abschluss kein allgemeines Widerrufsrecht — dort bleibt nur die Kündigung zum nächsten Termin.
Vorgehen ansehenPreis ohne Ankündigung erhöht
Suchen Sie zuerst die Ankündigung — sie kommt selten als solche gekennzeichnet, sondern als Zeile auf einer Rechnung oder als E-Mail mit unverfänglichem Betreff. Läuft die Frist für das Sonderkündigungsrecht noch, nutzen Sie es. Ist sie abgelaufen und wurde nie angekündigt, widersprechen Sie der Erhöhung schriftlich.
Vorgehen ansehenAbo nie abgeschlossen
Suchen Sie zuerst den Ursprung: Viele unerklärliche Belastungen stammen aus Sammelabrechnungen von Apple oder Google, aus einem Familienkonto oder aus einem vergessenen Probeabo. Erst wenn sich nichts findet, gehen Sie von einer unberechtigten Belastung aus — dann Zahlung stoppen und schriftlich widersprechen.
Vorgehen ansehenZugang vor Periodenende gesperrt
Bei einer Kündigung zum Periodenende bleibt der Zugang normalerweise bis dahin bestehen. Wird er früher gesperrt, ist das in der Regel ein Fehler oder eine unzulässige Verkürzung. Verlangen Sie schriftlich die Wiederherstellung bis zum bezahlten Ende oder eine anteilige Erstattung für den entfallenen Zeitraum.
Vorgehen ansehenDaten nach der Kündigung nicht mehr zugänglich
Handeln Sie schnell — viele Anbieter halten Daten nur für eine kurze Übergangsfrist vor. Verlangen Sie unter Berufung auf DSGVO beziehungsweise revDSG Auskunft und Herausgabe Ihrer Daten in einem gängigen Format. Rechnungen sind ein Sonderfall: Anbieter müssen sie aus buchhalterischen Gründen ohnehin aufbewahren.
Vorgehen ansehenDiese Seiten dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung.